Eversting-Charity-Event

Bericht des VfR Waldkatzenbach, November 2016

Sieg beim Everesting-Charity-Event

Dieser Tage fand rund um das Hotel „Forsthaus Riedener Mühlen“ in Mendig die zweite Auflage des Everesting-Charity-Events statt. Die hervorragend organisierte Veranstaltung stand wieder ganz im Zeichen von „Kinder in Not“, eine Elterninitiative krebskranker Kinder in Koblenz am Rhein.

Die Steigungen im Nettetal waren so oft zu bezwingen bis in der Summe 8.848 Höhenmeter erreicht wurden – so hoch wie er Mount Everest im Himalaya ist. Um das erklärte Ziel bis zum Samstagnachmittag zu erreichen starteten die Solofahrer bereits im drei Uhr in der Frühe. Bei andauerndem Regen und äußerst widrigen Bedingungen wurden die ersten Runden absolviert. Pro Runde waren auf einer Länge von 1,4 km 145 Höhenmeter mit Steigungen von bis zu 20 Prozent zu überwinden. Um die geforderten 8848 Höhenmeter zu erreichen musste der Berg 61-mal bewältigt werden. Extremsportler Michael Kochendörfer hatte dabei einen guten Griff in den Kleider- und Materialschrank getan um kam so ausgerüstet gut ins Rennen. Der schnelle Wechsel von hitziger Anstrengung und kühlender Abfahrt galt es ebenso zu verkraften, wie das Optimum beim fahrbaren Untersatz heraus zu holen. Ergänzt durch eine auf den Athlet abgestimmten Flüssigernährung, konnte Kochendörfer nach 11:20 Studnen und 171 gefahrenen Kilometer den Sieg feiern. Somit wiederholte er den Vorjahres-Erfolg auf dem gefühlten „Dach der Welt“.

Mit seinem Sieg verabschiedet sich der Mountainbiker in die wohlverdiente Winterpause. Mit zwei Siegen bei 24h-Rennen, einem zweiten Platz und dem Sieg beim Everesting kann der für den VFR Waldkatzenbach startende Billigheimer auf eine sehr erfolgreiche Ausdauer-Saison zurückblicken.

Nach einer kurzen Ruhepause von gerade mal zwei Wochen wird sich Kochendörfer wieder voll und ganz den Vorbereitungen für die neue Saison widmen, denn noch immer sei er motiviert und freue sich auf jedes einzelne Rennen, so Kochendörfer abschließend.

24 Stunden Rennen von Stuttgart

Bericht des VfR Waldkatzenbach, Juli 2016

Kochendörfer gewinnt 24h-Rennen von Stuttgart

Nach einem erfolgreichen Frühjahr mit Rennen in Belgien und in Rheinland-Pfalz  folgte für den Billigheimer Extremsportler Michael Kochendorf die krankheitsbedingte Absage der  Deutschen Meisterschaft und einen Rennabbruch in München.  Da der geplante Saisonverlauf nicht mehr möglich war, bereitete sich der Mountainbiker speziell auf das 24-Stunden-Rennen von Stuttgart vor und absolvierte ein Trainingslager im Schwarzwald.
Das hervorragend organisierte Rennen des Skyder Sportpromotion Teams fand in Stuttgart zum zweiten mal statt, wobei auf dem Messegelände ein Rundkurs von 7.5 km und 75 Höhenmetern zu absolvieren war. Integriert war die Messehalle, das Bosch Parkhaus und ein Stück Freifläche mit Wiese und Trail neben dem Messegelände. Auf dem Streckenabschnitt im Messegelände wurden verschieden Hindernisse wie Holzrampen,  Steilkurven, Treppen und  das durchfahren von Zelten und Hallen.
Bei hochsommerlichen Temperaturen um die 38° C starteten die Fahrer am Samstagnachmittag, wobei sich Kochendörfers Vorbereitung auszahlte und er gut ins Rennen kam. Nur wenige Schattenphasen forderten auch den Betreuerteams, die für reichlich Getränke, Nahrung und Abkühlung sorgen mussten, alles ab.
Für die Fahrer sei es immer wichtig in Renn-Abschnitten zu denken und so galt es zunächst die Mittagshitze zu überstehen, so Kochendörfer. Ausgerüstet mit einer Akku-Lampe ging es dann auf Platz 2 in die Abend- und Nachtstunden, für die auf Grund der hohen Temperaturen keine Zusatzkleidung angelegt werden mussten.
Ein sehr steiniger Wiesenabschnitt brachte dem Langdistanz-Spezialisten, der für den VFR Waldkatzenbach startet, einen Platten am Hinterrad. Nachdem der Versuch den Reifen mit Hilfe einer CO2-Patrone abzudichten misslang, ging es zu Fuß in die Wechselzone um den Reifen zu tauschen. Die verlorenen fünf Minuten konnten aber schnell wieder aufgeholt und der Vorsprung ausgebaut werden.
Gegen 7 Uhr am Morgen zog ein heftiges Gewitter über die Radfahrer hinweg, wofür das Rennen kurzzeitig unterbrochen werden musste. Nun waren die Betreuer gefordert, die Fahrer mussten gewaschen, die Wunden mit Salbe versorgt, neu eingekleidet und verpflegt sowie die Räder überprüft werden.
Mit 70 absolvierten Runden, 525 Kilometer und ca. 5250 Höhenmeter gewann Michael Kochendörfer nicht nur die Altersklasse sondern auch die Gesamtwertung unter allen Solofahrern. Er bedankt sich bei seinem Team und zeigte sich als einer der älteren im Feld sehr erfreut über den mental wichtigen Sieg nach der Krankheitsphase und zitierte dazu ein Kommentar auf seiner facebook-Seite:
„ Unterschätze nie einen alten Mann mit seinem Mountainbike“.

24 Stunden Rennen in Diez, Rheinland-Pfalz

Bericht des VfR Waldkatzenbach, Juni 2016

Zweiter Platz für Michael Kochendörfer

Extremsportler Michael Kochendörfer aus Billigheim, für den VFR Waldkatzenbach startend, fuhr nur 3 Wochen nach seinem Sieg in beim 24h Rennen in Belgien mit dem 2. Platz beim 24h Rennen den 2. Podestplatz in Diez/Rheinland-Pfalz ein.
Das 24h MTB Rennen in Diez/Oberpfalz, das es bereits mehrere Jahre gibt, war für Kochendörfer Premiere. Die Strecke, ein Rundkurs mit 4 Kilometern und 80 Höhenmetern führte durch Wald-, Wiese-, Schotter- und Teer-Abschnitte, wobei eine sehr ruppige Wiesenabfahrt den Teilnehmern viel abverlangte. Die unüblich kurze Rundenstrecke stellte auch mental hohe Anforderungen, so Kochendörfer, zumal das Starterfeld zwar überschaubar, aber an der Spitze sehr stark besetzt war.
Die Wetterbedingungen am Anreisetag zeigten sich mit Gewitter und starken Regenfällen schlechter als es dann am Renntag mit Kälte aber Trockenheit war.
Nach dem Start auf dem Marktplatz von Diez konnte er sich auf Position 2 einreihen, obwohl von Beginn ein hohes Tempo gefahren wurde, wie Kochendörfer sagte. Nach einem Kleiderwechsel und Lampenmontage ging es in die Nacht, wo sich bei 4° kaltem Wind schnell erste Muskelschmerzen einstellten, weiter. Dank der starken Physis hielt Kochendörfer Position 2 und trotzte dabei Erschöpfung und Müdigkeit. Bis in die Abendstunden des nächsten Tages blieb Kochendörfer, dank seiner konzentrierten und fehlerfreien Fahrweise, in dieser Position und fuhr den Podestplatz nach Hause. Immer wieder wurde er gefragt, wieso er solche Rennen innerhalb so kurzer Zeit seinem Körper zumute. „ Leidenschaft gründet schließlich auf die Bereitschaft, Fehler zu machen und daraus zu lernen. Wer nie etwas versucht, macht zwar keine Fehler, wird aber auch nie etwas gewinnen“, erklärte Kochendörfer darauf.
Unterstütz wurde der Athlet wieder hervorragend von seiner Frau, der er nach 114 gefahrenen Runden, 456 Kilometern und 9120 Höhenmetern erschöpft aber glücklich dankte. Nach einer kurzen Regenerationsphase soll es bereits in drei Wochen das nächste 24-Stunden—Mountainbike-Rennen geben, kündigte Kochendörfer abschließend an.